Selbstständige & Kleinstunternehmen

Ein markanter Trend im Strukturwandel der deutschen Erwerbslandschaft ist die deutliche Zunahme selbstständiger Existenzen, die hinsichtlich Umsatz, Kapital und Beschäftigung auf niedrigem Skalenniveau wirtschaften.

So verdankt sich der seit 1990 stetig auf nunmehr etwa 11 Prozent angewachsene Anteil Selbstständiger an der Erwerbsbevölkerung im Wesentlichen einem Zuwachs von Selbstständigen, die keine Arbeitnehmer/-innen beschäftigen (Ein-Personen-Unternehmen, Solo-Selbstständige). Inzwischen hat deren Zahl mit ca. zwei Millionen die Arbeit gebenden Selbstständigen knapp überflügelt.Die weit überwiegende Mehrheit der Arbeit Gebenden (ca. 1,5 Mio.) wirtschaftet wiederum traditionell in Klein- und Kleinstunternehmen mit höchstens 10 Beschäftigten.

Insgesamt haben wir es derzeit also mit gut 3,5 Mio. Erwerbspersonen zu tun, die sehr eng in die Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse ihrer Unternehmen eingebunden sind bzw. deren einzige Humanressource darstellen.

Selbstständigkeit nach Wirtschaftssektoren und Unternehmensform

Eigene Berechnungen und Schätzungen auf Basis des MZ 2003 und Verbandsdaten:

Primärer
Sektor
Voll-
handwerk
handwerks-
ähnliche
Gewerke
sonst.
gewerbliche
Unternehmen
Freie
Berufe
Selbstständige
(in 1000)
2986631841.784815
keine Beschäftigten194
(65%)
93
(14%)
107
(58%)
928
(52%)
302
(37%)
< 10 Beschäftigte94
(31%)
404
(61%)
69
(38%)
685
(38%)
380
(47%)

 

Im Bereich der Handwerksorganisationen beziehen wir Kleinbetriebe des "Vollhandwerks“ (Maler und Lackierer, Friseure, Kfz-Gewerbe usw.) ebenso ein wie handwerksähnliche Gewerke (Bodenleger, Teppichreiniger usw.), in denen Solo-Selbstständigkeit traditionell überwiegt.

Erwerbsstatistisch am bedeutsamsten ist das breite Feld gewerblicher Klein- und Kleinstunternehmen in Handel, Produktion und Logistik, die überwiegend dem IHK-Sektor zuzuordnen sind. Hinzu kommen die freiberuflich Erwerbstätigen, die mehrheitlich in den so genannten Katalogberufen (Rechtsanwälte, Ärzte, Apotheker, Architekten usw.) tätig und Pflichtmitglied einer Berufskammer sind.

Service

Leitfaden

Wichtige Ergebnisse und Handlungshilfen für Entscheider, Mitarbeiter, ehrenamtlich Tätige und Mitglieder von Kammern und Verbänden finden Sie hier.

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